5 Dinge, die ich übers Bullet Journaling gelernt habe + meine Art, mich zu organisieren.

Schhh, hört du das? Das Rascheln der Seiten eines unbenutzten Notizbuches? Das Kratzen deines Stiftes, als du das erste Wort auf die leere Seite setzt. Bullet Journal. Mein Tagebuch, mein Notizbuch, mein Kalender. Mein 2016. Ein Jahr später kann ich auf vier Notizbücher zurückblicken, manche davon voll, manche bloß der Versuch, mein Leben auf Papier festzuhalten. Was ich mitgenommen habe und wie ich meinen Alltag mittlerweile organisiere, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Ein kurzer Rückblick.

Mit den vier Bullet Journals, die ich bis heute geführt habe, hat sich ein Jahr später herauskristallisiert, was mir wirklich wichtig ist und was einfach nur ein Verfolgen von Trends gewesen ist. Während ich beim ersten Notizbuch noch fleißig dekoriert und nach Inspiration auf Pinterest und Instagram gesucht habe, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, nur noch das Nötigste aufzuschreiben und kaum noch zu dekorieren. Geblieben sind Jahres- und Monatsüberblicke, meine Ziele fürs Jahr und die einzelnen Monate und meine Affirmationen. Dem Rest (also zehntausend Listen und meinen Wochenüberblicke) habe ich die Tür gezeigt, weil ich gelernt habe:

1. Doppelte Listen braucht kein Mensch.

Ich war talentiert darin, alle möglichen Listen in meine Notizbücher zu übertragen. Meine Amazon-Wunschlisten, meine ungelesenen und gelesenen Bücher, mein Kleiderschrankinventar, Filme, die ich noch sehen wollte, Filme, die ich schon gesehen habe, Listen mit Dingen, die ich noch lernen möchte, und mit Dingen, die ich schon kann … Was ich dabei aber außer Acht gelassen habe: Diese Listen bestehen doch schon längst! Meine Wünsche sammele ich auf Amazon, meine Bücher auf Goodreads und in meinem Bücherregal, meine Kleidung in meinem Kleiderschrank, Filme und andere Dinge in der Notizapp meines Laptops. Wenn ich diese Listen in meinen Bullet Journals wenigstens dazu nutzen würde, andere Listen zu ersetzen, wäre das ja noch okay. Was stattdessen passiert: Das Notizbuch ist voll, landet im Regal und wird nur noch selten durchgeblättert. Die Listen darin nutze ich nicht, weil ich auf die aktuellere, gepflegtere Liste digital zugreifen kann.

2. Ziele setzen macht produktiv.

Meine Ziele habe ich mir schon im ersten Bullet Journal gesetzt. Damals habe ich noch das „Level 10 Life“-Prinzip genutzt, um mir darüber klar zu werden, wie zufrieden ich mit verschiedenen Bereichen meines Lebens bin und was ich tun möchte, um das zu ändern. Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass mir manche Bereiche davon einfach nicht wichtig genug sind, und meine ganz eigene Art gefunden, Ziele zu setzen und regelmäßig an mein Leben anzupassen. Ich halte es so, dass ich Jahresziele und monatliche Ziele in mein Bullet Journal schreibe, To-Do-Listen und wöchentliche Ziele aber eher in meinem digitalen Tagebuch landen.

3. Gewohnheiten bilden funktioniert nur, wenn man zu 100% dahinter steht.

Mir fallen ständig Sachen auf, die man mal machen könnte/sollte/müsste, um gesünder/fitter/schöner zu sein. Eine Weile habe ich versucht, solche Gewohnheiten zu tracken. Wie oft mache ich Sport, wie oft trinke ich mindestens 2 Liter am Tag, wie oft creme ich mich ein … Und wie lange habe ich gebraucht, um zu verstehen, dass ich Gewohnheiten nicht ändern kann, wenn ich sie nicht zu 100% erreichen will? Eigentlich ist es mir doch egal, wie viel ich trinke (immer zu wenig) oder wie oft ich mich eincreme (quasi gar nicht). Wieso wende ich dann so viel Kraft auf, um etwas zu ändern, was mir überhaupt nicht wichtig ist? Ganz abgesehen davon ist mein Leben einfach zu bunt und meine Launen zu verrückt, um jeden verdammten Tag aufzuschreiben, was ich getan und was ich nicht getan habe, und mich dann möglicherweise auch noch schlecht zu fühlen, weil ich mir nicht die Beine eingecremt habe … Was für ein Unsinn!

4. Ein Bullet Journal soll dich effizienter machen und nicht deine Zeit fressen.

Wenn du so wie ich bist und Bullet Journaling kein Hobby ist, sondern bloß ein Tool, um dich effizienter zu machen, dann musst du auch keine 5 Stunden die Woche investieren, um deine Seiten mit Blumenranken und anderen Bildchen zu bekleistern. Du musst nicht 20.000 Listen schreiben, weil andere Verfechter des Bullet Journals es so machen. Das ist dein Notizbuch, also sind es auch deine Regeln. Verschwende deine wertvolle Zeit nicht damit, Notizbuchseiten mit unnötigem Kram zu füllen, wenn du das nicht zu 100% gerne machst.

5. Bau dir dein eigenes System.

Manchmal braucht man eine Weile dafür. Ich habe auch 4 Notizbücher gebraucht, um herauszufinden, wie mich mein Bullet Journal unterstützt. Wirf raus, was du nicht brauchst. Ich hatte zum Beispiel noch nie einen Index und ich habe mich auch nie an die typischen Kennzeichnungen von Aufgaben und Co gehalten, weil mir das viel zu kompliziert war. Mach nur das, was du brauchst. So sparst du nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und Papier. Dann willst du bestimmt auch nicht mehr jedes Notizbuch wegwerfen, sobald du einen Schreibfehler gemacht hast.

So organisiere ich mich inzwischen.

Im Zuge von Minimalismus und Minimal Waste merke ich mehr und mehr, wie es mir widerstrebt, Papier zu verschwenden. Ich versuche deshalb möglichst viel digital zu machen. Mittlerweile benutze ich meinen Kalender (den ich mit dem auf meinem Handy synchronisiert habe) jeden Tag, was einfach auch viel komfortabler ist, weil ich so ständig meine Termine dabei habe und viel mehr Platz dafür habe. Einkaufslisten, To-Do-Listen und solche Sachen sammele ich in meiner Notizenapp auf dem Handy oder in der auf dem Macbook (wenn ich sie nicht beim jeweiligen Anbieter, z.B. Amazon, sammele), genauso nutze ich die Notizenapp auf dem Macbook zum Ziele setzen und für meine täglichen Morning Pages (eigentlich sollte man die auf Papier machen, aber da ich mich kenne, weiß ich, dass ich Tagebuch schreiben auf Papier sowieso nicht lange durchhalte).

Mein Bullet Journal wird mehr und mehr überflüssig. Ich schreibe kaum noch hinein, weil ich mir angewöhnt habe, alles digital zu machen. Ich nutze es manchmal noch zum Denken, weil das mit einem Stift in der Hand und einem leeren Blatt Papier einfacher ist. Ich glaube, der Trend „Bullet Journal“ ist bei mir vorbei. Es sieht fast danach aus, als hätte ich leichtere, umweltfreundlichere Wege gefunden, mich zu organisieren.

Ob das alles so toll und nachhaltig ist, weiß ich allerdings auch noch nicht. Immerhin verbrauchen auch ein Laptop und ein Handy Strom, mal ganz abgesehen davon, dass man auch nicht alle Daten fröhlich hin- und her synchronisieren sollte. Ganz besonders nicht, wenn das große G seine Finger im Spiel hat. Außerdem mache ich mir regelmäßig Sorgen darum, meine Daten und Ideen nicht ordentlich abgesichert zu haben. Wenn mein Macbook kaputt gehen würde, würde ich mein Leben neu organisieren müssen. Diese Abhängigkeit gefällt mir überhaupt nicht, aber einen guten Mittelweg habe ich nicht noch nicht gefunden.

Wie handhabst du das? Schreibst du auch Bullet Journal? Oder organisierst du dich lieber digital? Ich freue mich auf deinen Kommentar, gerne auch mit Artikelwünschen!

– Kim

13 Gedanken zu „5 Dinge, die ich übers Bullet Journaling gelernt habe + meine Art, mich zu organisieren.

  1. Jacquy sagt:

    Ich führe seit fast einem Jahr ein Bullet Journal, bisher immer in einem kleinen Collegeblock und jetzt bin ich auch mal auf ein richtiges Notizbuch umgestiegen, inklusive aller möglicher Listen, bei denen ich noch nicht weiß, ob ich sie aktuell halten und überhaupt nutzen werde. Das wird wohl nur die Zeit zeigen, aber ich liebe es, Listen zu machen und lasse es mir daher nicht nehmen, es zumindest auszuprobieren. Ich habe aber weder Lust, noch Talent für ausführliche Verzierungen, darum ist das meiste auch recht simpel. Mir hilft es sehr, tägliche und wöchentliche Aufgaben und Ziele aufzuschreiben und das mache ich einfach am liebsten per Hand, auch wenn ich zusätzlich noch eine App habe, falls mir unterwegs was wichtiges einfällt. Ich habe aber auch zu viel Angst davor, dass mir Daten verloren gehen und mir plötzlich wichtige Informationen und Termine fehlen, darum habe ich es lieber auf Papier oder (wie gesagt) sogar doppelt. Mal sehen, ob das so bleibt oder ich da auch noch eine bessere Option finde.
    Auf jeden Fall schön, dass du eine Möglichkeit gefunden hast, die für dich passt!

    • Kim Leopold sagt:

      Liebe Jacquy,

      danke für deinen Kommentar! 🙂

      Solange der Spaß an der Sache da ist und man sich nicht verpflichtet fühlt etwas zu machen, nur weil es alle so machen, ist das ja auch vollkommen in Ordnung so. Ich hab für mich festgestellt, dass vieles, was ich anfangs gemacht habe, einfach doppelt gemoppelt oder unnütz war, also hab ich es irgendwann einfach bleiben lassen.

      Aber du hast schon recht, etwas doppelt zu haben, gibt einem Sicherheit. Ich spiele zwar schon mit dem Gedanken, irgendwann ein nahezu papierloser Haushalt zu werden, aber das ist mir wahrscheinlich doch zu gefährlich, auf einen Schlag alles zu verlieren. Und solche Daten in einer Cloud zu speichern, ist wahrscheinlich nicht unbedingt klug. 😀

      Da muss aber echt jeder seinen Weg für sich finden. Schön, dass du deinen mit uns teilst! 🙂

      Alles Liebe
      Kim

  2. Paula sagt:

    Liebe Kim,
    ich habe deinen Artikel sehr gern gelesen, deshalb zuerst einmal: Danke dafür!
    Viele deiner Erfahrungen und Einsichten rund um das Bullet Journal und das Organisieren des Alltags und des ganzen Lebens ähneln meinen eigenen.
    Du schreibst: „ZIELE SETZEN MACHT PRODUKTIV.“ Diese Erkenntnis habe ich auch gewonnen. Selbstverständlich hatte ich schon (Lebens-)Ziele, bevor ich mit meinem ersten (und bisher einzigem) Bullet Journal begonnen habe. Aber diese Ziele waberten eher unbeachtet in meinem Hinterkopf herum. Allein mir darüber Gedanken zu machen, meine Wünsche einzufangen und schriftlich festzuhalten, hat mir enorm geholfen, sie heute bewusst und konsequent zu verfolgen.
    Unter dem Punkt schreibst du auch, dass du deine Ziele regelmäßig an dein Leben anpasst. Das ist ein ziemlich guter und, wie ich finde, sehr wichtiger Hinweis. Durch das Lesen deines Artikels ist mir nämlich klar geworden, dass sich zumindest die einzelnen Schritte, die mich zu meinen Zielen führen, mittlerweile sehr verändert haben. Einige bin ich schon gegangen, einige sind dazu gekommen und bei anderen, weiß ich jetzt besser, wie ich sie gehen kann. Dahingehend werde ich wohl ein paar Aktualisierungen vornehmen müssen. 🙂
    Außerdem bist du die Erste, die sich beim Führen ihres Bullet Journals bzw. anderer Organisationsformen auf das Nötigste beschränkt, oder wenigstens die Erste, die es zugibt. Ich persönlich habe das Gefühl, dass viele das (teilweise künstlerische) Verzieren ihrer Journals ziemlich in den Mittelpunkt stellen. (Mir ist klar, dass einige das Dekorieren als eine Art Entspannungmethode oder Meditation sehen. Aus dieser Perspektive kann ich es natürlich absolut nachvollziehen.) Mir kostet das aber zu viel Zeit. Ich habe eher das Gefühl, dass bei mir gerade das Organisieren unkompliziert vonstattet gehen muss. Macht es zuviel Aufwand, verliere ich schnell die Lust und lebe wieder ungeplant in den Tag hinein. Deshalb fand ich es gut, hier zu lesen, dass es dir da offensichtlich ähnlich geht.

    Danke noch mal für deinen Text!
    Liebe Grüße,
    Paula

    • Kim Leopold sagt:

      Liebe Paula!

      Danke für deinen tollen Kommentar! Es tut echt gut zu wissen, dass man nicht die einzige ist, die ein Bullet Journal „normal“ benutzt. Ich glaube, da draußen gibt es noch mehr, aber die trauen sich nicht raus, weil die Dekorierer und Organisierprofis sie einschüchtern. 😉

      Ich plane auch noch einen Artikel zum Thema Ziele setzen … das Fass hat allerdings irgendwie keinen Boden, deswegen bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, ihn zu beenden und zu veröffentlichen.

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und alles Liebe,
      Kim

  3. Juliane Schiesel sagt:

    Liebe Kim!

    Danke für deinen tollen Artikel! Er spricht mir quasi aus der Seele, oder sollte ich sagen „aus den Fingern, wenn ich ins BuJo schreibe“? 😀
    Ich hab das Bullet Journal erst seit Kurzem für mich entdeckt, denn ich hab ganz im Gegenteil zu dir, eher wenig online, brauche aber meine Listen, denn ich liebe Listen! ^^
    Allerdings merke ich jetzt schon (ich hab am Anfang vom jahr angefangen) dass ich einige Sachen nicht brauche, wie den „Key“ und den „Index“. Auch müssen meine Wochenpläne nicht so groß sein, denn Termine kommen in den Monatsplan und in der Woche stehen nur kleine to do Sachen drin. Ich weiß, was ich beim nächsten anders machen werde.
    Außerdem liebe ich es, dass ich mich immer neu ausprobieren kann. Die Wochenplanung ist doof? Okay, mache ich das nächste mal anders! Das finde ich am besten beim Bullet Journal. Die Freiheit, dass du zun, was ich will. Kreativ sein. Oder eben auch nicht. 😀

    Liebe Grüße
    Juliane

    • Kim Leopold sagt:

      Liebe Juliane!

      Danke für deinen Kommentar! 🙂

      Stimmt, den Aspekt habe ich gar nicht eingebracht. Ich mochte/mag es auch total gerne, dass man so frei in der Gestaltung ist und sein Bullet Journal immer auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

      Alles Liebe und viel Spaß weiterhin mit deinem BuJo!
      Kim

  4. Henrik sagt:

    Halo Kim!

    In deinem Artikel beschreibst du ziemlich ausfürhlich, was Bullet Journaling eigentlich ist und was dahinter steckt. Da ich kürzlich erst damit begonnen habe, konnte ich auch schon die beschrieben Erfahrungen machen. Manches ist einfach unnötig. Und ich glaube, wenn man dann mal im Gedanken soweit ist, hat es schon funktioniert.

    Jedenfalls finde ich, dass gerade die analoge Auseinandersetzung mit dem Leben oft intensiver und sinnvoller ist, als alles mal nebnbei in eine Notizapp zu notieren. Zumindest hat es bei mir dazu geführt, schnell mal den Überblick zu verlieren. Es gibt durchaus sinnvolle Apps, in denen man Notizen eintragen kann. Einkaufslisten, Wunschliste sind da ein gutes Beispiel für Papierverschwendung. Es hat eben auch den Vorteil, dass Notizen abgehakt werden können und in der Liste erhalten bleiben.

    Was den Schutz der Daten angeht, musst du eben einen Weg finden: Vertraust du dem Unternehmen, dessen App du verwendest oder findest du einen vertrauensvolleren Weg, wie z.B. dein Server/Hoster. Möglichkeiten gibt es viele. Aber 100% Sicherheit gibt es nie.

    Und zur Abhängigkeit noch: Das ist ein großes Problem, dass wir vermutlich nur noch schwer ablegen können. Angefangen beim Wecker, den wir auf dem Smartphone stellen bis hin zur Tankapp oder was weiß ich. Wir haben viel zu viele Wege gefunden, uns den Alltag zu vereinfachen. Oder auch alles zu verstreuen.

    Liebe Grüße
    Henrik

    • Kim Leopold sagt:

      Oh Gott, Henni! Musstest du das mit dem Wecker sagen? Darüber habe ich ja noch gar nicht nachgedacht… Wahnsinn, über was für banale Sachen man sich Gedanken machen muss, wenn man einmal damit anfängt. 😀

      Danke auf jeden Fall für deinen Kommentar! Ja, ich denke, da muss jeder seinen Weg finden. Ich bin eine Weile gut mit meinem Bullet Journal klar gekommen, aber da ich keine Lust habe das immer und überall hinmitzuschleppen, fahre ich mit meiner Kalenderapp und dem Notizprogramm besser. So habe ich immer alles am Mann und komme nicht mehr in Nöte, wenn ich einen Termin ausmachen will. 😀 Für manche Sachen nutze ich es dennoch, denn gerade das Denken ist mit Stift und Papier immer noch leichter als am Bildschirm. 🙂

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem Bujo!

      Alles Liebe
      Kim

      • Henrik sagt:

        Ja, aber genau das ist es – darüber nachdenken! 😀 Gern geschehen.

        Was du sagst, ist richtig. Es gibt ja durchaus Situationen, in denen das eine von Vorteil ist und Situationen, wo es eben von Nachteil ist.

        Liebe Grüße
        Henrik

  5. Charlie sagt:

    Hi Kim,

    wie ich dir, glaube ich, schon mal geschrieben habe, hat mich deine Empfehlung zum Bullet Journaling gebracht und ich denke, dass ich auch noch eine Weile dabeibleiben werde.
    Mir hilft es unglaublich, statt einer unübersichtlichenen To-Do-Liste für irgendwann meine Ziele und Aufgaben nach Monat und Woche zu sortieren und dann jeden Tag entscheiden zu können, was ich wann mache. Auch Methoden wie den Habit Tracker finde ich echt praktisch und ich mag es, alles in einem Notizbuch zu haben. Da ich zB so gut wie nie Tagebuch schreibe, habe ich das jetzt auch ins BuJo übernommen und schreibe dort mal ab und an einen Gedanken runter.
    Während ich einige Listen, für die ich vorher nie einen Platz hatte, jetzt in meinem BuJo führe, habe ich viele Listen aber auch aus dem von dir genannten Grund extra gelassen. Ich brauche nicht noch eine Liste über gelesene Bücher und gesehene Filme, wenn ich schon eine habe.

    Ich habe von Anfang an darauf verzichtet, mein BuJo großartig zu verzieren. Nicht, dass ich nicht gerne kreativ wäre und so wunderschöne Muster zeichnen oder so schön schreiben können würde, aber in erster Linie soll mein BuJo mir helfen mich zu organisieren und kein Kunstkurs sein, was im Grunde ja auch die Grundidee ist.

    Ich hab vor allem mit meinem Handy das Problem, dass mir so viel verlorengehen würde, wenn ich es verlieren oder es kaputtgehen würde. Ich mag es nicht besonders, von Technik abhängig zu sein.
    Anderseits würde ich auch sehr viel verlieren, wenn ich mein BuJo verlieren würde, vor allem auch sehr persönliche Informationen. So oder so muss ich mich auf irgendwas verlassen.
    Und den Umwelt-Aspekt gibt es natürlich auch noch.

    Nun ja, ich denke Systeme, um sich selbst zu organisieren, wachsen mit einem und ich bin mal gespannt, wie sich meines noch entwickelt.

    Liebe Grüße,
    Charlie

    • Kim Leopold sagt:

      Hey Charlie!

      Danke für deinen Kommentar! Leider bin ich vorher noch nicht zum Antworten gekommen. Ich hoffe, das ist nicht schlimm! 😉

      Du hast Recht, ein Bullet Journal ist kein Kunstkurs (wobei ich mir vor ein paar Tagen das Video von BohoBerry zu ihrem Mood Mandela angeschaut habe und total begeistert war). Ich finde gerade zum Gedanken abladen ist das Bullet Journal perfekt, ob nun in Listenform oder als Tagebucheintrag. Letztendlich geht es ja nur darum, dass wir nicht mehr so viel in unserem Kopf herumschleppen müssen. 🙂

      Auf jeden Fall wünsche ich dir noch ganz viel Spaß mit deinem BuJo! 🙂

      Alles Liebe
      Kim

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