Gute Gründe, um vegan zu werden

Ich krieche unter die Bettdecke und rolle mich zusammen – satt und zufrieden mit mir und der Welt. Dieses neue Lebensgefühl ist ungewohnt. Noch fühlt es sich an wie ein Traum, aber es ist keiner. Es ist meine neue Realität.

Hätte man mir vor zwei Monaten gesagt, dass ich irgendwann einmal mit dem Gedanken spielen werde, Veganerin zu werden, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Aber dann kam der Wandel und heute ernähre ich mich schon seit fast vier Wochen vegan. In der Zeit sind mir einige Aussagen begegnet, über die ich heute mit euch sprechen möchte.

Aber zunächst einmal ein paar definierende Worte, damit alle wissen, worüber wir hier reden:

Vegan sein ist allen voran eine Ernährungsweise, bei der keine tierischen Produkte verzehrt werden. Veganismus kann aber auch eine Lebenseinstellung sein, die sich nicht nur auf die Ernährung, sondern auf das Konsumverhalten insgesamt (Kosmetik, Kleidung, etc.) bezieht.

Disclaimer: Jeder Mensch ist anders und dieser Artikel soll bloß dazu dienen, euch von meinen Nachforschungsergebnissen zu berichten. Nicht alles, was bei mir funktioniert, funktioniert auch bei euch und ihr sollt euch auf keine Weise dazu gezwungen fühlen, euch ab sofort auch vegan zu ernähren. Viel mehr soll dieser Artikel eine Einladung dazu sein, sich mit den Themen Ernährung, Gesundheit, Klimawandel und Tierschutz auseinanderzusetzen und einen eigenen Weg zu finden.

Ich würde mich über eure Meinung in den Kommentaren übrigens sehr freuen und werde sie bestimmt nicht löschen, nur weil ihr anderer Meinung seid! 😉

Vegane Ernährung ist doch überhaupt nicht ausgewogen!

Das habe ich früher auch immer gedacht. Deshalb habe ich mich vor der Entscheidung, mich vegan zu ernähren, gut informiert und einige Studien und Artikel gelesen, die ich euch an den jeweiligen Stellen verlinken werde. Einige Nährstoffe und Vitamine werden vor allem mit dem Verzehr von Tierprodukten assoziiert.

Protein

Der Körper braucht Aminosäuren, um Proteine zu bauen und zu funktionieren. Manche dieser Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, andere (sogenannte essentielle) muss man über die Nahrung aufnehmen. Aber nicht nur Fleisch und Milchprodukte enthalten Aminosäuren, Pflanzenprodukte und Getreide auch. In der Pflanzenwelt kann es jedoch sein, dass ein Produkt von einer der essentiellen Aminosäuren weniger enthält, von einer anderen dafür mehr. Um sicherzustellen, dass man von allen Aminosäuren genug aufnimmt, sollte man deshalb seine Ernährung abwechslungsreich gestalten. Proteinmangel gibt es übrigens nur dann, wenn man zu wenig Kalorien aufnimmt oder sich wirklich einseitig ernährt, was in Industrieländern aber nahezu unmöglich ist.

https://www.bevegt.de/eiweiss-protein-vegetarier-veganer/

Eisen

Eisen ist im Körper für den Sauerstofftransport im Blut zuständig. Haben wir einen Mangel, fühlen wir uns müde und sind oft unkonzentriert. Studien zufolge leiden Omnivoren (= Alles-Esser) sogar häufiger an Eisenmangel als Veganer, Frauen dabei häufiger als Männer. Vegane Ernährung ist aber nicht gleichzeitig gesünder – wer sich ausschließlich von veganem Fast Food und Ersatzprodukten ernährt, kann auch hier schnell in einen Nährstoffmangel reinrutschen.

https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/eisen-mit-eisenhaltigen-lebensmittel-eisenmangel-vorbeugen/

Kalzium

Der Nährstoff, der hauptsächlich mit Milchprodukten verbunden wird, hat mir zu Beginn die meisten Sorgen gemacht. Durch meine Brustkrebsvorgeschichte und die damit verbundene Antihormontherapie habe ich ein höheres Osteoporose-Risiko, eine kalziumreiche Ernährung ist also für mich sehr wichtig. Als ich dann jedoch recherchiert habe, habe ich erfahren, dass Fleisch- und Milchprodukte unseren Körper übersäuern. Unser Körper versucht dann, seinen Säuren-Basen-Haushalt zu kompensieren, in dem er die dafür benötigten Nährstoffe aus Gewebe und Organen zieht. Das Kalzium holt er sich aus den Knochen, die dadurch irgendwann brüchig werden. Milchprodukte bewirken also das Gegenteil von dem, was wir durch den Konsum erreichen möchten.

https://www.eatmovefeel.de/symptome-die-zeigen-dass-der-koerper-uebersaeuert-ist-und-was-dagegen-hilft/

Vitamin B12

Auch Vitamin B12 wird häufig einer omnivoren Ernährung zugeschrieben, obwohl auch Omnivoren hier oft einen Mangel haben. Das liegt daran, dass B12 von Bakterien hergestellt wird, die wir heutzutage kaum noch über die Ernährung aufnehmen können, weil unser Obst und Gemüse gespritzt und gereinigt wird, bevor es schließlich auf unserem Teller landet. Das Vitamin B12, das man durchs Fleisch aufnimmt, wird dem Tierfutter oft künstlich zugesetzt oder entsteht im Verdauungstrakt des Tieres. Die Schäden durch einen B12-Mangel sind häufig irreversibel, deswegen sollte man seinen B12-Haushalt regelmäßig überprüfen lassen und idealerweise B12-Tabletten nehmen (was auch dem Allesesser nicht schaden kann).

https://www.deutsche-tiernahrung.de/open/brand_id/8/action/glossary%3Blist/menu/8/letter/V/M/TjxMOQ

Allein an diesen vier Beispielen sieht man schon, dass es in vielen Bereichen Ernährungsmythen gibt, über die man einfach nicht genug weiß, wenn man sich noch nie damit auseinandergesetzt hat. In eine Mangelernährung reinzurutschen, wenn ich mich vegan ernähre, war meine größte Angst. Das Lesen und Informieren hat mir allerdings gezeigt, dass ich nichts zu befürchten habe, wenn ich geschickt kombiniere und Vitamin B12 sowie Vitamin D supplementiere (Vitamin D hat aber nichts mit der Ernährung zutun, deswegen gehe ich hier nicht weiter drauf ein).

Einen auf vegan machen, aber dann Fleischalternativen essen … ist klar!

Zugegeben, Fleisch vermisse ich nicht besonders, weil ich sowieso nie viel davon gegessen habe. Denkt man aber über den Geschmack oder über seine Lieblingsgerichte nach, stellt man schnell fest, dass es oft die Gewürze oder die Beilagen sind, die so gut schmecken. Stellt euch mal eine ungewürzte Hühnerbrust oder ein Stück Schweinefleisch ohne Beilagen vor –  kann man essen, aber so richtig lecker ist das auch nicht, oder?

Wenn man dann noch darüber nachdenkt, wo das Fleisch eigentlich herkommt und wie es produziert wird, vergeht zumindest mir ganz schnell der Appetit daran. Zum Glück gibt es für Veganer tolle Alternativen: Tofu, Seitan, Falafel oder Burgerbuletten aus Kichererbsen und Gemüse – richtig gewürzt schmeckt man kaum einen Unterschied, kann dafür aber schlemmen, ohne sich über seine Gesundheit Sorgen zu machen.

https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2012/news108.php

Auf Unverständnis trifft man häufig, wenn man Fleischalternativen isst. Wozu vegan, wenn man auf die Sachen doch nicht verzichten will, fragen dann viele Menschen. Zunächst einmal sind die meisten Veganer nicht vegan geworden, weil sie den Geschmack von Fleisch nicht mögen, sondern weil sie die gesundheitlichen Risiken minimieren wollen und keine Mitschuld am Leid der Nutztiere haben möchte.

Besonders das Leid der Tiere steht für viele Menschen im Vordergrund. Ich bin ganz ehrlich – mein Entschluss vegan zu werden ist gesundheitlich begründet, über Nutztiere und Klimaschutz hatte ich mir bis dahin noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Erst als ich „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer gelesen habe, ist mir klar geworden, wie blindäugig wir der Fleischindustrie und den Medien heutzutage vertrauen. Die Filme „Gabel statt Skalpell“, „Cowspiracy“ und „What the Health“ haben mir die Augen geöffnet und dazu geführt, mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Seitdem sind Fleisch- und Milchprodukte keine Lebensmittel mehr für mich.

Auf den Tierschutzaspekt möchte ich hier nicht eingehen, weil der Artikel dann viel zu lang werden würde. Wer sich dafür interessiert, findet im Internet aber jede Menge Videos und Artikel dazu. Außerdem habe ich gelesen, dass die Dokumentation „Earthlings“ sehr gut sein soll – da ich aber ein kleines Sensibelchen bin, habe ich mich noch nicht getraut, sie anzusehen.

Die Welt verändern kannst du damit aber auch nicht

Und wenn doch?

Viehzucht ist für mehr Treibhausgase zuständig als der gesamte Transportsektor – das treten die Medien nur nicht breit, weil so viele Landwirte ihre Finger in der Politik haben. Kühe produzieren jeden Tag über 550 Milliarden Liter Methangas. Je weniger Nutztiere wir halten, umso größer sind unsere Chancen, den Klimawandel aufzuhalten.

Auch der Wasserverbrauch ist in der Viehzucht astronomisch hoch. So viel Wasser, wie wir durch Fleisch- und Milchproduktkonsum verbrauchen, könnten wir nicht einmal einsparen, wenn wir das ganze Jahr nicht duschen gehen würden.

Viehzucht und Viehfutterproduktion bedecken einen großen Teil der freien Landfläche auf unserer Erde. Regenwälder werden abgeholzt, um Platz für neue Felder zu machen (das Soja, das dort angebaut wird, ist übrigens genmanipuliertes Futtermittel und hat nichts mit dem Bio-Soja aus dem Supermarkt zu tun), Tierarten sterben aus, weil sie keine Rückzugsorte mehr haben, und nicht zuletzt werden die Meere verschmutzt, weil Tiere ja nun mal auch ihren Darm entleeren müssen (um es mal nett auszudrücken) und man nicht weiß, wohin mit dem ganzen Mist. Oft sickert dieser dann ins Grundwasser oder in Flüsse und so dann auch ins Meer.

Wer sich mehr für den Umweltaspekt interessiert, sollte unbedingt den Film „Cowspiracy“ anschauen. Dort werden die Ergebnisse von Nachforschungen und Studien sehr viel besser dargestellt, als ich es je in einem kurzen Überblick gestalten könnte.

https://istdasvegan.eu/2016/08/die-fakten-zum-film-cowspiracy/

Auf Fleisch könnte ich ja verzichten, aber Milch und Käse müssen sein

Nicht nur die Übersäuerung des Körpers birgt ein gesundheitliches Risiko. Der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten steht auch mit diesen Krankheiten in Verbindung:

Herzinfarkte und Schlaganfälle

Tierische Lebensmittel enthalten Cholesterin. Unser Körper stellt sein benötigtes Cholesterin aber selbst her, was dazu führt, dass das überschüssige Cholesterin sich an den Innenwänden unserer Arterien absetzt und dort unauffällig und langsam Verengungen bildet. Irgendwann kann hier kein Blut mehr passieren und es kommt zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer das überlebt, bekommt häufig Stents gesetzt – allerdings sind die nur dazu da, die Symptome zu bekämpfen, nicht aber die Ursache. Pflanzliche Lebensmittel enthalten von Natur aus kein Cholesterin. Wer sich also vegan ernährt, hat i. d. R. einen normalen Cholesterinspiegel und eine wahnsinnig niedrige Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. Übrigens: Erektionsstörungen sind die Vorboten von zu viel Cholesterin im Blut.

http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/vegane-ernaehrung-fuehrt-zu-optimalen-blutfetten-fuer-eine-gute-herzgesundheit.html

Krebserkrankungen

Es gibt mittlerweile einige Studien, die belegen, dass der Verzehr von rotem Fleisch und Wurst krebserregend ist. Das betrifft vor allem Darm- und Magenkrebs, aber auch andere Teile des Verdauungstraktes sind nicht ausgeschlossen.

Für mich persönlich war vor allem der Zusammenhang zwischen Milchprodukten und Brustkrebs ein Grund dafür, vegan zu werden. Wie ich auf meinem alten Blog schon erzählt habe, war mein Tumor östrogenabhängig. Kuhmilch ist voll von Östrogenen und anderen Wachstumshormonen, die die verrücktesten Sachen mit unseren Körpern anstellen. Kein Wunder eigentlich, denn Milch ist dafür da, Kälber großzuziehen. Würde uns jemand ein Glas Muttermilch anbieten, würden wir ihn vermutlich für verrückt erklären.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26989358

https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2015/news79-iarc-fleisch.php

Diabetes

Entgegen der weitläufigen Meinung, ein übermäßiger Konsum von Zucker würde Diabetes hervorrufen, ist mittlerweile klar, dass dem nicht so ist. Tatsächlich liegt Diabetes eher im Verzehr von Fetten und dem damit einhergehenden Übergewicht begründet. Mittlerweile habe ich sogar schon davon gehört, dass vegane Ernährung Diabetes rückgängig machen kann. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ganz ehrlich: Was hat man schon zu verlieren?

https://www.provegan.info/de/studien/studien-diabetes/%22geschaefte-mit-diabetes-typ-2-niedriger-blutzucker%2C-hohe-gewinne%22/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25948672

Von Vegan-Kritikern hört man oft, dass Veganer sich die Nachteile eines Tierproduktkonsums nur ausdenken würden, um noch mehr Menschen in ihre „Sekte“ zu ziehen. Lebensmittel- und Pharmaindustrie hängen jedoch eng zusammen und bilden große Lobbys, die Einfluss auf das aktuelle politische Geschehen haben. Genauso sollte man sich immer genau anschauen, ob Studien und Empfehlungen zum Thema Ernährung gesponsort sind und wenn ja, von wem. Geld siegt häufig über Argumente, umso wichtiger ist es, dass wir uns nicht von Schlagzeilen und Werbung beeinflussen lassen, sondern uns umfassend zu Themen informieren, bevor wir unsere eigene Meinung bilden.

http://www.sueddeutsche.de/geld/lobbycontrol-gruenderin-heidi-bank-in-der-politik-siegt-geld-zu-oft-ueber-argumente-1.3373534

http://www.sueddeutsche.de/thema/Lobbyismus

Vegan sein ist doch richtig teuer

Das kommt darauf an, wie man sich vorher ernährt hat. Klar ist frisches Obst und Gemüse nicht unbedingt günstig, Bio-Fleisch vom Schlachter aber auch nicht. Hat man erstmal eine Grundausstattung an Getreide, Körnern, Samen, Nüssen und Co wird es günstiger. Letztendlich muss man sich überlegen, ob man die Mehrkosten jetzt für eine gesunde Ernährung tragen möchte oder später für Medikamente und Krankenhausaufenthalte.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Für die Behandlung meiner Brustkrebserkrankung musste ich im ersten Jahr über 200,- € Zuzahlungen an meine Krankenkasse leisten, alles, was darüber lag, habe ich zu Beginn des nächsten Jahres erstattet bekommen. Dazu zählen nur die Medikamente, die man auf Rezept bekommt und die Zuzahlungen zu Krankenhausaufenthalten. Alles andere (Kopfschmerztabletten, Mittelchen für kaputte Schleimhäute, Cremes für trockene Haut, Perücken, Kopftücher, Fahrten ins Krankenhaus oder zum Arzt, um Blut abnehmen zu können) sind da noch nicht mit eingerechnet. Mit Chemo, Bestrahlung und OP ist die Therapie aber noch lange nicht vorbei. Antihormontabletten und -spritzen, Lymphdrainagen, weitere Fahrten zu Ärzten und so weiter werden jedes Jahr anfallen und müssen zu einem großen Teil aus eigener Tasche bezahlt werden. Ich denke, wenn ich mich in den letzten Jahren gesünder ernährt hätte und mich insgesamt mehr bewegt hätte, wäre ich vielleicht nicht krank geworden.

Mit der Erfahrung, die ich heute gesammelt habe, würde ich immer dafür plädieren, mehr Geld für die Ernährung auszugeben, um das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes zu erkranken zu minimieren. Dennoch bin ich auch der Meinung, Medizin – sollte sie einmal nötig sein – nicht aus veganen Gründen zu verteufeln. Dazu habe ich nun schon zu oft erlebt, wie sie Leben retten kann und ganz abgesehen davon: Wer sich vegan ernährt braucht mit Sicherheit sehr viel weniger Medikamente. 😉

Mal sehen, wie lange du das durchhältst!

Noch ein Klassiker aus der omnivoren Fraktion, den ich mir bisher von fast jedem anhören durfte. Ich schätze, das liegt daran, dass wir alle Diäten kennen, die man früher oder später abbricht, weil sie einfach nicht durchhaltbar sind. Viele von uns haben schon versucht, abzuspecken und ein gesünderes Leben zu leben, sind aber genauso oft an ihren Diäten gescheitert. Wenn man nun auf jemanden trifft, der sich vegan ernähren möchte, ist man zurecht erstmal skeptisch.

Für mich gibt es mittlerweile genug Gründe dafür, tierische Produkte nicht mehr als Lebensmittel anzusehen. Ich denke, wenn man sich einmal mit der Viehzucht und den Folgen für Gesundheit, Umwelt und Tiere beschäftigt hat, kann man verstehen, wieso ich so empfinde. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass Spaß am Kochen, eine ausgewogene Ernährung und die richtigen Nahrungsergänzungsmittel dafür sorgen, dass man Fleisch und Milchprodukte nicht vermissen wird. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Vorteile dieser Ernährungsweise bereits jetzt (nach vier Wochen) spüre und dieses neue Lebensgefühl nicht mehr missen möchte. Mehr dazu erfahrt ihr dann aber bald in einem Video!

Ich hoffe, euch hat dieser Überblick gefallen und ihr konntet etwas dazulernen. Wenn ihr noch mehr wisst, tolle Quellen oder Tipps habt oder vielleicht sogar denkt, ich würde hier nur Müll erzählen, lasst mir unbedingt einen Kommentar da.

Bis zum nächsten Mal,

Kim

Anbei noch eine Liste mit Infomaterial (lasst mir gerne eure Tipps in den Kommentaren da – ich nehme sie dann in die Liste mit auf):

YouTuber, die ich euch empfehlen kann
Filme, die ihr unbedingt gucken solltet
Blogger zum Thema
Bücher zum Thema

10 Gedanken zu „Gute Gründe, um vegan zu werden

  1. Matthias sagt:

    Hallo Kim,
    das ist ein schöner Blogartikel. Als (bisher) überzeugter „Omnivore“ (der Name klingt besser als die Übersetzung 🙂 ) bin ich immerhin​ schon ins grübeln gekommen. Bislang konnte ich mir maximal vegetarisch​ vorstellen​, aber nun kaufe ich schon mal bewusst vegane Produkte 😉
    LG
    Matthias

    • Kim sagt:

      Hi Matthias,

      vielen Dank für dein Lob! Ich freu mich sehr, dass bei euch jetzt auch vegane Lebensmittel auf dem Tisch landen. Man muss es ja auch nicht komplett durchziehen, es reicht ja, wenn man sich der Folgen von Massentierhaltung und Co bewusst ist und in seinem Speiseplan darauf achtet, Tierprodukte zu ersetzen, wann immer es geht. Damit macht man schon viel mehr für seine Gesundheit und für die Umwelt als der Durchschnittsbürger. 😉

      Liebe Grüße
      Kim

  2. Katie Kling sagt:

    Hey Kim,
    ein sehr guter Artikel zur veganen Ernährung. Ich habe mich auch schon sehr intensiv damit beschäftigt und prinzipiell die gleichen Schlüsse daraus gezogen wie du. Ich gestehe allerdings, dass meine Disziplin nicht groß genug war bzw. alte Gewohnheiten zu stark waren, um die vegane Ernährung auf Dauer durchzuhalten. Vor 2 Jahren habe ich mich aber mehrere Monate vegan ernährt und es nicht als negativ empfunden. Mittlerweile esse ich zwar wieder alles, aber SEHR viel weniger Fleisch und Milchprodukte als früher. Du hast mir jedenfalls gerade einen guten Anstoß gegeben, mich auch noch mal näher mit meiner eigenen Ernährung zu beschäftigen.
    Liebe Grüße,
    Katie

    • Kim sagt:

      Hi Katie,

      danke für dein Lob! Ich bin gespannt, ob es sich durchhalten lässt und werde weiter darüber berichten. Im Moment bin ich da allerdings noch guter Dinge – vielleicht auch vor dem Hintergrund meiner Erkrankung. Wenn ich zurückdenke, weiß ich zumindest, dass ich vorher sicher nicht so diszipliniert gewesen wäre. 😀

      Ich wünsche dir viel Erfolg, solltest du nochmal eine vegane Ernährung probieren!

      Liebe Grüße
      Kim

  3. Buchbahnhof sagt:

    Hallo Kim,
    ein schöner Blogartikel. Ich drücke dir feste die Daumen, dass du durchhältst, denn ich darf das vielleicht sagen. Ich habe 1 1/2 Jahre durchgehalten und esse jetzt wieder alles. Bei mir war es tatsöchlich ein durchhalten, denn ich haben sowohl den Geschmack vermisst, als auch Probleme mit meiner Gesundheit bekommen. Man muss durchaus etwas besser schauen, was man zu sich nimmt und wie man die verschiedenen Nährstoffe erhält.Es ist aus einer Sicht, nach meiner Erfahrung, schon aufwändiger, sich mit allen Nährstoffen zu versorgen, wenn man vegan isst, als wenn man einfach gesund und ausgewogen alles isst. Ich bin da nicht so konsequent gewesen, dass ich mich genau damit auseinandergesetzt habe, was ich unbesingt essen muss, um gesund zu bleiben (und ich habe mich nicht fastfoodmäßig ernährt) und hatte sowohl starken Eisenmangel, als auch Vitamin B12 Mangel. Seit ich wieder alles esse (seit ca. 3 Jahren) ist wieder alles in Ordnung.

    Ich kann total nachvollziehen, dass man vegan isst und eventuell sogar lebt und habe größten Respekt davor, aber ich würde es nicht wieder machen.

    Dir mit deiner neuen Ernährung alles Gute!
    LG
    Yvonne

    • Kim sagt:

      Hi Yvonne,

      danke für deinen Kommentar und dafür, dass du deine Erfahrung mit uns teilst.

      Ich find’s super spannend und kann mir gut vorstellen, dass das Durchhaltevermögen nachlässt, wenn man plötzlich feststellt, dass man Mängel hat und dass einem Fleisch- und Milchprodukte fehlen. Ich selbst tracke meine Ernährung mit Cronometer, da hat man einen ganz guten Überblick über die Nährstoffe und Vitamine, die man aufnimmt. Bisher ist bis auf Eisen, Kalzium und Kalium alles immer zu 100 % abgedeckt. Wir versuchen, unsere Ernährung jetzt darauf abzustimmen, dass wir auch diese Nährstoffe zu 100 % bekommen. B12 und D supplementieren wir sowieso schon, da mache ich mir nicht allzu große Sorgen. 🙂

      Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die nächsten Monate so bringen und werde weiter berichten!

      Liebe Grüße
      Kim

  4. Charlie sagt:

    Hi Kim :),

    danke für diesen spannenden und informativen Post!
    Ich hatte bisher zwar nie vor, Veganerin zu werden (Käse, Schokolade :D), aber bin immerhin seit zwei Jahren Vegetarierin und muss sagen, dass das extrem gut läuft. Ich bin allerdings auch bei einer Vegetarierin aufgewachsen, die nur und anderen zuliebe und nicht sehr oft Fleisch gemacht hat und ich habe bis auf Chicken Nuggets und ab und an ein Schnitzel so gut wie nie Fleisch gegessen. Das vermisse ich seitdem auch so gut wie gar nicht und bin auch der Meinung, dass es jede Menge Mahlzeiten gibt, für die man weder Fleisch noch ein explizites Fleischersatzprodukt braucht. Und ich bin auch ein Fan von Tofu, Soja, Seitan & Co. Die Fleischersatzprodukte, die nach Fleisch schmecken sollen und auch so aussehen, mag ich persönlich nicht so, weil ich aber auch das meiste Fleisch früher nicht mochte.
    Das mit den Gewürzen kann ich übrigens nur unterschreiben! Als ich zum ersten Mal nach einer Weile mal etwas mit BBQ-Sauce gegessen habe, habe ich mich erst gefragt, ob ich da grad aus Versehen Fleisch esse ^^, bis mir dann aufgegangen ist, dass ich die Sauce einfach nur stark mit Fleisch assoziiere.

    Deinen Post finde ich eigentlich sehr inspirierend, vegane Ernährung selbst mal auszuprobieren. Ich glaube allerdings, dass ich das nur Stück für Stück und nicht sofort durchsetzen könnte. Das liegt zum einen daran, dass ich noch gar nicht so bewusst darüber nachgedacht habe, welche Teile meiner üblichen Ernährung ich dann alle ersetzen/weglassen müsste, und zum anderen daran, dass ich ja noch zuhause wohne und nicht (nur) für mich selbst einkaufe und es doch noch etwas komplizierter ist, anderen zu sagen, wonach sie gucken oder was sie mitbringen sollen, als es selbst zu machen. Ich müsste ja selber erstmal rausfinden, was für neue Produkte ich jetzt brauche bzw. welche nicht mehr.
    Bei einigen Dingen, zB Schokolade, würde es mir sicher auch sehr schwer fallen, darauf zu verzichten bzw. weniger Auswahl zu haben.

    Aber ich denke, ich werde mich mal Stück für Stück damit auseinandersetzen, welche Teile meiner Nahrung nicht vegan sind und ob ich sie gegebenenfalls weglassen oder ersetzen könnte. Ohne Veganismus im Hinterkopf zu haben, habe ich zB schon seit einiger Zeit meine Cornflakes mit Milch zum Frühstück ersetzt durch veganen Frühstücksbrei, den man mit Wasser aufgießen kann (schmeckt besser, als es klingt ^^).
    Du hast mich ja schon zum Bullet Journal gebracht, vielleicht dann auch bald zum Veganismus ;)?

    Rotes Fleisch erhöjt übrigens auch mit Zucker und irgendwelchem Getreide (hab jetzt grad vergessen, welches :D) das Athrose-Risiko, habe ich von meiner Orthopädin lernen dürfen, die mir riet, auf alle drei Dinge, so gut es geht, zu verzichten (weil ich eh schon etwas in die Richtung habe).
    Zuckerkonsum reduzieren muss auch noch al ein Projekt von mir werden.

    Liebe Grüße!
    Charlie

    • Kim sagt:

      Hi Charlie,

      hach, ich liebe deine Kommentare! Die sind immer so schön ausführlich! <3

      Ich find's super, dass du schon vegetarisch lebst und bin gespannt, ob ich dich genug inspirieren kann, um es mal mit veganer Ernährung zu versuchen. Ich meine, in der Vergangenheit haben wir auch schon mal über Ernährung und Krankheiten gesprochen - vielleicht ist es ja mal einen vier Wochen Versuch wert? Ich stelle zumindest jetzt schon viele Vorteile fest und möchte gar nicht zurück, sondern mich weiterhin so gut fühlen (oder irgendwann vielleicht sogar noch besser).

      Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwieriger ist, wenn man mit Nicht-Veganern in einem Haushalt wohnt. Da ihr aber ja vegetarisch lebt, ist es vielleicht gar nicht so schwer, die Gerichte auf vegan umzustellen. Es gibt ja mittlerweile viele Milch- und Sahnealternativen. Auch vegane Schokolade gibt es mittlerweile in sehr vielen Geschmacksrichtungen. Bei mir ist es aber so, dass ich durch die vegane Ernährung gar nicht mehr so einen Heißhunger auf Süßes habe und deswegen generell weniger Schokolade esse. Find ich natürlich super, auch wenn ich noch daran arbeiten muss, nicht alles sofort aufzuessen, wenn ich dann mal was kaufe ...

      Von Oatmeal bin ich persönlich kein so großer Fan - vor allem nicht, wenn es mit Wasser aufgekocht ist. Wenn ich mir doch mal Oatmeal mache, dann mit Mandelmilch und vielen Früchten und einer ordentlichen Portion Ahornsyrup oder Agavendicksaft, aber lieber esse ich einen Müslimix mit Früchten und Soja-Joghurt.

      Ach krass, dass mit dem Arthrose-Risiko wusste ich noch nicht. So wie ich das verstanden habe, ist es wichtiger, nicht so viel Fett zu essen, um das Risiko für bestimmte Krankheiten zu minimieren. Aber klar, zu viel Zucker ist auch nicht gesund. Wer weiß, vielleicht bekommst du das mit veganer Ernährung unter Kontrolle? Einen Versuch wäre es doch wert, oder?

      Du kannst mir gerne mal berichten, wie es bei dir läuft. Ich bin sehr gespannt!

      Liebe Grüße
      Kim

  5. Jenni sagt:

    Liebe Kim,

    du kannst dir sicherlich denken, dass ich diesen Artikel voller Freude gelesen habe.
    Nicht nur, weil ich deine Entscheidung mehr als befürworte – sondern auch, weil ich feststelle, dass du dir genau Gedanken gemacht und dich umfassend informiert hast, bevor du diesen Schritt gegangen bist. Ich finde das immer sehr wichtig, damit man weiß, worauf man sich einlässt und worauf man achten muss.
    Zwar ist das mit der pflanzlichen Ernährung nicht so dramatisch und schwierig (jedenfalls aus meiner Perspektive) wie man gerne vermittelt bekommt (ich jedenfalls habe nicht das Gefühl, mir so unglaublich viele Gedanken über die Nährstoffzusammensetzung meines Essens machen zu müssen – aber das kommt vielleicht auch mit der Zeit) – aber dennoch ist es notwendig, über einige Dinge (zum Beispiel das B12) Bescheid zu wissen. Das sind nun einmal die Schraubstellen, die wirklich wichtig sind. Wobei ich es klasse finde, dass du angemerkt hast, dass die jeweiligen Mängel, die gerne den Veganer*innen theoretisch diagnostiziert werden, auch bei Omnivoren verbreitet sind (die meisten wissen nur nichts davon).

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude beim Erkunden der großen, neuen Lebenswelt und bin sehr gespannt, welche Erfahrungen du sammeln wirst! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    P.S.: Herzlichen Dank dir für die liebe Erwähnung! :-*

    • Kim sagt:

      Liebe Jenni,

      danke für deinen Kommentar! Ich freu mich immer wie ein Bär, wenn du bei mir kommentierst! <3

      Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich vor ungefähr einem halben Jahr dem ganzen noch kritisch gegenüberstand - umso erstaunter bin ich jetzt, dass ich schon fast einen Monat dabei bin. 😀

      Vielen lieben Dank! Ich werde weiter berichten!

      Liebe Grüße
      Kim

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