Ep. 006 | Das perfekte Buchcover — worauf du bei der Umschlaggestaltung deines Buches achten solltest
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EPISODE 006

Das perfekte Buchcover — Worauf du bei der Umschlaggestaltung deines buches achten solltest

Nach­dem wir in der let­zten Episode über den Kor­rek­tur­prozess deines Buch­es gesprochen haben, wid­men wir uns heute wieder einem mein­er Lieblings­the­men: dem Buch­cov­er! Das Cov­er deines Buch­es ist das, was deine Kund*innen zuerst sehen — nur, wenn sie sich ange­sprochen fühlen, wer­den sie sich mit deinem Werk so weit auseinan­der­set­zen, dass alles andere (Klap­pen­text, Titel, Leseprobe) wirk­lich eine Rolle spielt. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie dein Buch­cov­er diesen Job erfüllen kann — und was du tun soll­test, wenn du merkt, dass dein Cov­er nicht funktioniert.

Def­i­n­i­tio­nen:

  • Buchcover/Frontcover/Cover: die Vorder­seite deines Buch­es, das, was die Leser*innen zuerst zu Gesicht bekommen
  • Umschlag: alle Seit­en der grafis­chen Gestal­tung, der gesamte Schutzum­schlag; in Ver­la­gen wer­den die Außen­seit­en des Umschlags oft mit U1 und U2 beze­ich­net, während die Innen­seit­en mit U3 und U4 betitelt werden
  • Buchrück­en: das, was du sieht, wenn das Buch im Regal steht
  • alle Bestandteile eines Buch­es find­est du in diesem Artikel von buechersammler.de
  • Pre­made-Cov­er/Pre­made: bere­its fer­tig erstelltes Cov­er, das du zu einem gün­stigeren Preis einkaufen kannst; es wer­den dann Autor*innenname, Titel und ggf. Logo angepasst
  • Brief­ing: ein kurz­er Überblick über dein Pro­jekt (Genre, Ziel­gruppe, Klap­pen­text, Charak­tere, wichtige Ele­mente deines Buch­es, ggf. ein paar Beispiel­cov­er, die dir gefall­en, und eine No-Go-Liste, wenn es etwas gibt, was du auf keinen Fall abge­bildet haben möchtest)
  • Impres­sum­snach­weis: der Nach­weis für das Copy­right der ver­wen­de­ten Bilder und Schriften, ohne den du dein Buch nicht veröf­fentlichen darfst

Das sind die wichtig­sten Take-Aways der Episode:

  • Ein Schutzum­schlag ist prag­ma­tisch gese­hen dazu da, dein Buch vor Ver­schmutzung oder dem Zerknick­en der Seit­en zu schützen. Aber das Front­cov­er hat noch einen viel wichtigeren, anderen Zweck: Es soll auf dein Buch aufmerk­sam machen und deine Käufer*innen in Scharen anziehen!
  • Es gibt drei Punk­te, die du für dein Cov­er auf jeden Fall bedenken soll­test: Genre, Ziel­gruppe, Professionalität
  • für LGBTQ+-Coverdesigns lohnt sich der Blick ins Aus­land, ger­ade im englis­chsprachi­gen Bere­ich gibt es da in Sachen Pre­mades deut­lich mehr Auswahl
  • Mach dein Cov­er nur dann selb­st, wenn du den Markt wirk­lich gut kennst und dich mit deinem Grafikpro­gramm auskennst — und benutze dann auch wirk­lich gutes Bild­ma­te­r­i­al und gut les­bare Schriften
    • Pro­gramme: Pho­to­shop, Gimp
    • meine lieb­sten Bild­daten­banken: shutterstock.com, 123rf.com, creativemarket.com
    • lizen­zfreies Bild­ma­te­r­i­al: pexels.com, unsplash.com, pixabay.com (ggf. Namen­snen­nung im Impres­sum beachten!)
    • Schrif­tarten: creativemarket.com (bezahlt) oder auf ver­schiede­nen Seit­en nach com­mer­cial use/100 % free suchen, um gratis Schrif­tarten zu benutzen
    • mein Exper­i­ment, ein Cov­er mit Can­va zu erstellen
  • ein Pre­made-Cov­er kosten idR zwis­chen 49,- und 199,- €, ein Wun­schcov­er fängt bei 350,- € an und geht je nach Erfahrung und Liebe zum Detail bis zu 800,- € (oder sog­ar mehr) hoch. Alles, was darunter liegt, sind Dump­ing­preise und die soll­test du — auch wenn es ver­lock­end ist — nicht unter­stützen. Dein E‑Book willst du ja schließlich auch später nicht ver­schleud­ern müssen, weil der Markt kaputt ist.
  • Grafikdesigner*innen, die auf Buch­cov­er spezial­isiert sind, find­est du per Google-Suche oder via Hören-Sagen oder auf Insta­gram (gängige Hash­tags sind #pre­made­cov­er, #buch­cov­er, #buch­coverde­sign) oder du schaust ins Impres­sum der Büch­er, deren Cov­er du gerne magst
  • Was tun, wenn du keine Verkäufe hast und ver­mutest, dass es am Cov­er liegt?
    • Fällt dein Cov­er in ein­er der drei oben genan­nten Kat­e­gorien (Genre, Ziel­gruppe, Pro­fes­sion­al­ität) durch? (Falls du die Frage selb­st nicht unvor­ein­genom­men beant­worten kannst, frag in Buch­grup­pen oder bei Blogger*innen deines Gen­res nach ehrlichen Mei­n­ung -> aber nicht belei­digt sein, wenn du Kri­tik zurück bekommst 😉 )
    • Du soll­test nicht nur dein Cov­er stark unter die Lupe nehmen, son­dern auch alles andere (-> mehr dazu in der näch­sten Folge: Relaunch), um zu evaluieren, ob sich ein Neustart deines Buch­es lohnt und wenn ja, wie dieser ausse­hen könnte

Wenn du weit­ere Fra­gen zum The­ma oder Fra­gen zu anderen The­men hast, schick sie mir gerne an podcast@kimleopold.de oder schreib sie in die Kom­mentare — ich werde sie dann entwed­er in einem weit­eren Pod­cast oder in einem Livestream auf Insta­gram beantworten.

Danke fürs Zuhören!

Weit­er­führende Links:


ÜBER DEN PODCAST

Autor wer­den — Autor sein ist ein zwei­wöchiger Pod­cast für Autoren, die mit dem Schreiben Geld ver­di­enen wollen. Hier geht es um all die Dinge, die mit Ver- anfan­gen und Schrift­stellern keinen Spaß machen: Verkaufen, Ver­mark­ten, Veröffentlichen.

Kim Leopold ist seit 2015 selb­st­ständi­ge Autorin und hat sowohl im Self-Pub­lish­ing als auch im Ver­lagswe­sen einige Erfahrun­gen gesam­melt, die sie in diesem Pod­cast mit ihren Zuhör­ern teilen möchte. Als Coverde­signer­in für unge­covert — Buch­cov­er und mehr ste­ht sie auch im regelmäßi­gen Kon­takt zu zahlre­ichen anderen Autoren und Verlagen.

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