Q&A | Schreibroutine, Überarbeitung, Plot und vieles mehr!

Hallo ihr Lieben,

heute gibt’s mich mal im Videoformat. Erzählt doch mal: Möchtet ihr, dass ich solche Videos für den Blog verschriftliche oder reicht es euch, wenn ich das Video hier poste?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen!

Wenn ihr weitere Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren. Dann beantworte ich sie im nächsten Q&A!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in die neue Woche

Kim

„How to Be Happy“ – #deletedscenes 1.

#welcomeback

„Herzlich Willkommen zurück in New York! Mein Name ist Ellie und heute zeige ich euch meine absoluten Lieblingsplätze in der Stadt, die niemals schläft …“

Ein Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus. Das passiert immer, wenn ich eins ihrer Videos anschaue. Liz hat so ein Talent dafür, jeden mit ihrer guten Laune anzustecken. Allein die Begrüßung ihrer Videos reicht, um meinen Gute-Laune-Tank für den Tag aufzufüllen.

Und heute brauche ich viel davon.

Gute Laune, meine ich. Denn heute wird vermutlich als der beschissenste Tag in der Geschichte der Familie Williams eingehen.

Ich werfe mich mit dem Handy auf mein ungemachtes Bett, ohne darauf zu achten, dass mein Anzug gleich vermutlich Knitterfalten hat, und widme meine Aufmerksamkeit wieder dem neusten Video meiner besten Freundin.

Gerade filmt sie eine Reihe, in der sie ihren Zuschauern New York näher bringt, und heute zeigt sie ihnen ihre Lieblingsplätze. Unser Dach gehört dazu. Das weiß ich schon, bevor ich den Clip sehe, immerhin war ich dabei, als sie das Material dafür gefilmt hat, und tauche auch in diesem Video auf. Im Gegensatz zu ihr sehe ich allerdings aus, als würde ich nicht dahin gehören. Wenn sie mich vorgewarnt hätte, hätte ich wahrscheinlich meine Jeans und das alte Shirt meines Bruders gegen eine schicke Hose und ein Hemd getauscht und unter Garantie meine Brille gegen Kontaktlinsen getauscht. So aber sehe ich aus wie der letzte Schlumpf. Da bringt es auch nichts, dass sie mich als einen der besten Junggesellen New Yorks vorstellt und dabei prompt unterschlägt, dass ich nicht einmal im heiratsfähigen Alter bin.

Die Kamera schwenkt wieder auf Liz, die redet, während sie zu mir kommt. In diesem Video trägt sie ihre langen, roten Locken in einer aufwändigen Flechtfrisur und dazu ein schwarzes, eng anliegendes Kleid. Aber es sind nicht ihre Haare oder ihre Figur, die sie so besonders machen, sondern ihre Sommersprossen. Ihr ganzes Gesicht ist voll davon und sie hasst die Dinger, aber ich finde, sie sieht aus, als hätte sie das Universum im Gesicht.

‚Das Universum im Gesicht – echt jetzt?‘, hat sie mich gefragt, als ich ihr erklärt habe, dass ich sie aus genau diesem Grund schön finde. ‚Was Romantischeres fällt dir wohl nicht ein?‘

Ich schmunzele bei der Erinnerung daran und schaue ihr dabei zu, wie sie den Zuschauern das Café zeigt, in dem sie mit Roxy immer ihren Kakao trinkt, den Central Park, in dem sie morgens immer laufen geht, die Brooklyn Bridge, den Ort, an dem sie zum ersten Mal geküsst wurde. Die Fähre nach New Jersey, die man umsonst benutzen kann und von der aus man einen perfekten Ausblick auf die Freiheitsstatue hat, wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, sich über die elementar wichtigen Fragen des Lebens zu unterhalten.

Sie zeigt ihnen den Times Square bei Nacht, denn dann badet sie am liebsten in den Lichtern, und das Schloss im Central Park bei Tag, denn bei Nacht ist es dort für eine Frau wie sie viel zu gefährlich.

Zum Schluss sind wir plötzlich wieder auf dem Dach. Sie setzt sich neben mich, den Selfie-Stick mit der Kamera auf uns beide gerichtet. Ich grinse verlegen und schaue dann wieder in die Ferne. An diesem Abend war es warm. Die Sonne ging gerade erst unter und warf einen rötlichen Schimmer über die Dächer der Stadt.

Es war einer von diesen ganz besonderen Abenden in unserer Stadt.

„Aber mein liebster Platz auf dieser Welt ist in den Armen meines besten Freundes“, sagt sie über ein Voice-Over, während sich ihr Miniatur-Ich an meine Schulter lehnt und zufrieden die Augen schließt.

Über How to be Happy – #deletedscenes

htbh_cover72YouTube-Sternchen Liz und Tierfreund Toby gab es schon immer nur im Doppelpack. Jetzt sind sie sechzehn, die große, weite Welt wartet und mit ihr die Liebe. Dass sie sich jedoch ineinander verlieben würden, hat ihnen vorher niemand verraten. Genauso wenig die Tatsache, dass ein Fehler alle Träume zerstören kann. Das müssen sie auf schmerzhafte Art lernen und plötzlich liegt nicht nur ein Meer zwischen ihnen, sondern ein ganzer Ozean aus unausgesprochenen Gefühlen.

Kann man lernen, wieder befreundet zu sein, wenn man sich einmal ineinander verliebt hat?

How to Be Happy erscheint im April 2017 als dritter Band meiner Reihe. Wer „Liliennächte“schon gelesen hat, kennt Toby und Liz bereits. Mittlerweile sind die beiden natürlich älter, genauso auch die Charaktere aus den ersten beiden Büchern, die natürlich ihre Gastauftritte bekommen. Trotzdem lässt sich jedes Buch unabhängig voneinander lesen. In #deletedscenes präsentiere ich euch Schnipsel aus Tobys Sicht, die es nicht ins Manuskript für Band 3 geschafft haben, weil ich mich dazu entschieden habe, doch nur aus Liz‘ Perspektive zu schreiben.

Freut ihr euch auch schon so sehr auf Teil 3?

– Kim

„How to Be Happy“ – Ein Cover und ein Auszug.

Allmählich fügen sich die Puzzleteile zusammen. Vergissmeinnicht wird von einer Idee zu einer Geschichte oder sollte ich besser sagen „von 10.000 Ideen zu EINER Geschichte“? Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan, tue es immer noch, immerhin habe ich noch einen ganzen Haufen Arbeit vor mir, bis ihr endlich den dritten Teil meiner Reihe in den Händen halten könnt.

Ihr glaubt gar nicht, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um die perfekte Geschichte zu finden. Während ich bei Liliennächte alles auf mich zukommen ließ und bei Ascheblüte schon genau wusste, was passieren sollte, hatte ich mit Liz und Toby so meine lieben Probleme. Die Möglichkeiten waren endlos und meine Fähigkeit mich zu entscheiden irgendwie begrenzt.

Kaum war die Hälfte geschrieben, fiel mir auf, dass die Story so nicht funktioniert. Also habe ich vieles wieder über Bord geworfen, mehrere tausend Wörter aus der Geschichte entfernt (die ihr in den kommenden Wochen teilweise auf diesem Blog präsentiert bekommt – einfach nach #deletedscenes Ausschau halten!) und nun bin ich an einem Punkt, an dem ich endlich ein Ende absehen kann.

Deshalb ist nun auch der richtige Zeitpunkt gekommen, um euch das Cover zu präsentieren und mit einem kleinen Auszug zu catchen. Et voilà!

 

vorläufiger Klappentext

Liz und Toby gab es schon immer nur im Doppelpack. Jetzt sind sie sechzehn, die große, weite Welt wartet und mit ihr die Liebe. Dass sie sich ineinander verlieben, stand allerdings nicht auf dem Plan. Genauso wenig, dass ein Fehler all ihre Träume zerstört.

Vom einen Tag auf den anderen liegt nicht nur ein Meer zwischen ihnen, sondern auch ein Ozean aus unausgesprochenen Gefühlen.

Während Liz versucht, sich mit ihrer Karriere abzulenken, stellt sie jedoch schnell fest, dass Gefühle sich nicht verdrängen lassen.

#family

Meine Träumereien sind viel zu schnell vorbei, als Dev meinen Dad ablöst, um mit mir zu tanzen. Er zupft an einer meiner Haarsträhnen, bevor wir Haltung annehmen. „Hallo, Schwesterherz.“

„Du sagst das so, als hättest du mir eine Portion Magen-Darm-Viren mitgebracht“, erwidere ich argwöhnisch.

Er grinst. „Keine Sorge. Eddy hat niemanden angesteckt. Ich glaube ja insgeheim, dass Mom in einem ihrer früheren Leben Krankenschwester war.“

Wir lachen leise. Da hat er vielleicht sogar Recht. Soweit ich mich erinnern kann, hatte sie Krankheiten in der Familie immer gut im Griff. Wenn sie allerdings nicht da ist und einer von uns krank wird, ist ganz schnell auch der Rest der Familie krank.

Dad ist wohl schon immer Anwalt gewesen.

„Und, hast du schon eine hübsche Frau gefunden, die du mit deinen Reizen abschrecken kannst?“, frage ich neugierig. Dev ist schon seit einer Ewigkeit Single. Die letzte Freundin hatte er, als ich zwölf war. Zumindest die letzte, die er mit nach Hause gebracht hatte.

Dabei sieht er wirklich nicht schlecht aus. Er hat zwar leuchtend rote Haare wie alle Cumberbatches (abgesehen von Mom natürlich), aber ihm fehlen die typischen Sommersprossen. Stattdessen hat er helle, ebenmäßige Haut und Gesichtszüge, für die jedes Model blass werden würde vor Neid.

„Mit dem Studium habe ich jetzt sowieso keine Zeit mehr für sowas“, sagt er.

Ich rolle mit den Augen. Seine Ausbildung benutzt er immer als Ausrede, wenn ich versuche, ihn zu verkuppeln. Klar, er studiert jetzt an der Law School und das Studium ist nicht leicht, aber es ist auch nicht so hart für ihn, dass er keine Beziehung nebenbei führen könnte. Dafür hat er schon vorher genug von Dad gelernt.

„Du bist verrückt“, erkläre ich. „Die Frauen sabbern dir hinterher. Ein bisschen Liebe könnte dir echt nicht schaden.“

„Bäh, Liebe.“ Er wirbelt mich herum. „Damit werde ich zuhause doch schon erstickt.“

***

Drei Mal dürft ihr raten, auf wessen Hochzeit Liz gerade mit ihrem Bruder Devon tanzt (aber nicht in den Kommentaren verraten!). Ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie euch die Geschichte gefällt und sehne mir das Veröffentlichungsdatum jetzt schon herbei.

Lasst ein Gefällt mir da, wenn es euch genauso geht!

– Kim